WITT-BLOG
Controlling im Mittelstand:
Warum die BWA allein heute nicht mehr ausreicht
Kontrollieren Sie den Erfolg Ihres Unternehmens immer noch mit einer BWA oder verfügen Sie schon über ein aussagefähiges Dashboard?
In vielen mittelständischen Unternehmen ist die betriebswirtschaftliche Auswertung, also die BWA, noch immer das zentrale Instrument im Controlling. Monat für Monat liefert sie einen Überblick über Umsätze, Kosten und Ergebnisse. Für viele Unternehmer ist sie damit die wichtigste Grundlage, um die wirtschaftliche Lage des Unternehmens einzuschätzen.
Doch die Anforderungen an die Unternehmenssteuerung haben sich verändert. Märkte werden volatiler, Kostenstrukturen anspruchsvoller und Entscheidungen müssen deutlich schneller getroffen werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Reicht die klassische BWA für eine wirksame Unternehmenssteuerung überhaupt noch aus?
Die Antwort ist klar: Als Basis ja — als alleiniges Steuerungsinstrument nein.
Holding und Vermögensaufbau: Warum Steuerersparnis allein zu kurz gedacht ist
Die Holding gilt für viele Unternehmer als Königsweg des intelligenten Vermögensaufbaus. In Beratungsgesprächen steht dabei oft ein Argument im Vordergrund: die Steuerersparnis. Tatsächlich kann eine Holdingstruktur erhebliche Vorteile bieten, wenn Gewinne im Unternehmensverbund gehalten, reinvestiert oder Beteiligungen veräußert werden.
Doch genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche strategische Arbeit. Denn wer eine Holding ausschließlich unter steuerlichen Gesichtspunkten plant, greift regelmäßig zu kurz. Vermögensaufbau ist mehr als die Optimierung von Steuerquoten. Er ist die bewusste Gestaltung einer Struktur, in der Vermögen wächst, geschützt bleibt und später auch tatsächlich wirtschaftlich verfügbar ist.
Wo liegt die Zukunft der Apotheken?
Die Apotheke vor Ort steht an einem Wendepunkt. Über viele Jahre war der Standort einer Apotheke ein entscheidender Erfolgsfaktor: gute Lage, treue Stammkunden, verlässliches Rezeptgeschäft. Dieses Modell trägt heute deutlich weniger als früher. Die Zahl der öffentlichen Apotheken in Deutschland ist weiter gesunken und lag Ende 2025 nur noch bei 16.601 Betriebsstätten.
Das E-Rezept längst Teil des Alltags geworden; seit dem 1. Januar 2024 ist es für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung verpflichtend. Die Digitalisierung rund um E-Rezept und ePA verändert dauerhaft die Schnittstelle zum Patienten- und damit die Spielregeln für alle Beteiligten.
Hinzu kommt: Der Wettbewerb ist nicht mehr nur lokal. Patienten vergleichen Angebote digital, lösen Rezepte per Gesundheitskarte oder App ein und erwarten bequeme, schnelle und verlässliche Prozesse. E-Rezepte können auch per App in einer beliebigen Apotheke über das CardLink-Verfahren eingelöst werden können. Damit wird die Apotheke nicht abgeschafft — aber ihre traditionelle Schutzmauer aus Lagevorteil und Gewohnheit wird kleiner.
